Gesellschaft

"Der bewerte/bewertende Mensch - zwischen Selbstoptimierung und Überwachung: Wie wollen wir leben?"

Kursnummer: V210203
Dozent: N. N.
  • Referentin: Prof. Dr. Petra Grimm, Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien Stuttgart
  • Referent: Florian Schumacher, Digital Health Consultant bei der iic-solutions und Gründer von Quantified Self Deutschland
  • Moderator: Prof. Jürgen Neuschwander, Professor für Technik der Informations- und Kommunikationssysteme an der HTWG Kostanz

Das Smartphone wacht über unsere täglichen Schritte und meldet Abweichungen von der Norm prompt. Fitness-Apps belohnen uns für jeden Schritt. Wir können uns mit anderen vergleichen, uns selber bewerten und bewerten lassen und so einen Spitzenplatz im Ranking der Community ergattern. Krankenkassen belohnen gesundheitsförderliches Verhalten in Form von Beitragserstattungen und anderen Boni. Die durch Tracking-Apps gesammelten Daten helfen uns dabei, Experten unserer Selbst zu werden und unser Leben zu optimieren. Neben allen unterschwellig angedeuteten Risiken und Gefahren der digitalen Selbst- und Fremdvermessung interessiert in dieser Veranstaltung die nüchterne Sicht der Wissenschaft: Was sind die Chancen und Risiken, wo kann die digitale Selbstvermessung nützen und wo stellt sie eine Gefahr dar?

Mittwoch, 25.10., 18:00-20:00 Uhr; Online; 1x; 2,66 UE; €

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Das Jahr 1968 - Vorgeschichte, Verlauf und Nachwirkung eines Epochenjahres

Kursnummer: V110710
Dozent: Christian Holtgreve

Im vorletzten Semester der über vier Jahre laufenden Veranstaltung zum Thema # 68# werden wir vor dem Hintergrund unserer bisherigen Arbeit wieder verschiedene thematische Zusammenhänge näher betrachten und erörtern, die mit dem Begriff #68# angesprochen sind. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen.
Am ersten Abend 'muss' zunächst ein bisschen Theorie sein: konkret wollen wir danach fragen, durch welche theoretischen Brillen #die 68er# die damalige Gesellschaft betrachtet haben, was sie also aus den Schriften der damals 'angesagten' Theoretiker und Professoren wie Marx, Marcuse, Adorno, Horkheimer, Bloch, Margarete und Alexander Mitscherlich u.a.m. übernommen haben, um die damalige (west-)deutsche Gesellschaft zu analysieren mit dem Ziel, sie zu verändern.
Im Mittelpunkt des zweiten Abends soll es darum gehen, einen, wenn nicht den zentralen Repräsentanten der Studentenbewegung, Rudi Dutschke, jenseits der gängigen Klischees ein wenig kennen zu lernen und näher zu betrachten, wie er argumentiert hat, welche Positionen er vertreten hat und wie er die gesellschaftliche Zukunft gesehen hat. Im Mittelpunkt des Abends wird das schon legendäre Interview stehen, das Dutschke mit dem damals sehr bekannten und geschätzten Journalisten Günter Gaus geführt hat.
Im Zentrum des dritten Abends wird das Thema # die 68er und die Medien # stehen: für #die# Presse, das Fernsehen waren die damaligen Entwicklungen und Prozesse Ereignisse, die vielfach bewusst skandalisierend aufgemacht wurden, ein #gefundenes Fressen#, das die Auflagen und Einschaltquoten steigen ließ (Uschi Obermaier und Rainer Langhans als die #Popstars# der Bewegung, Fritz Teufel als vermeintlicher Kasper der 68....). Für die Studenten waren die Medien sowohl eine Informations- und Mobilisierungsinstanz als auch ein Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse: die Springer-Presse erinnerte über ihr Leitmedium Bild nicht wenige an den "Stürmer", das Hetzblatt der Nationalsozialisten.
Am vierten Abend werden wir uns mit zwei Aspekten beschäftigen, die vielfach in arg verzerrter Weise z.T. bis heute als #typisch# für die APO/#68er# gelten: die vermeintliche sexuelle Befreiung und die sogenannte antiautoritäre Erziehung. Tatsache ist: Oswald Kolle und Beate Uhse gab es mit ihren Unternehmen schon vor 1968; und die sogenannte Kinderladenbewegung ist differenzierter zu betrachten, als sie in zahlreichen medialen Horrorgeschichten dargestellt worden ist.
Um Voranmeldung wird gebeten bis Mittwoch, 18.10.2017.

Mittwoch, 25.10., 8.11., 22.11. u. 06.12. jeweils 19.00-21.00 Uhr; Warburg, Am Markt 3 (Altstadt); 4 x 2,67 UE; Gebühr: 15,00 €

Vortrag: Die vorweg genommene Erbfolge; Lebezeitige Hausübertragung

Kursnummer: V610501
Dozent: Monika Kriwet

Vortragsreihe: "Rechtliche Vorsorge für das Alter - was muss ich wissen?"
In den meisten Familien wird ein Teil des Vermögens der Eltern bereits zu Lebzeiten auf die Kinder übertragen. Oft wird das von der Familie bewohnte Haus auf eines der Kinder überschrieben und die anderen Kinder werden ausbezahlt. Hier sind verschiedene Regeln einzuhalten, damit später nicht einer der Beteiligten diesen Schritt bereut. Angesprochen werden u. a. folgende Themen:
(1) Absicherung der Eltern durch Wohnungsrecht und Pflegeverpflichtung
(2) Unterschied zwischen Wohnungsrecht und Nießbrauch
(3) Weiterhaftung des Übertraggrundstücks für die Kosten bei einer Unterbringung der Eltern im Altenheim
(4) Vermeidung von Erbschafts- und Schenkungssteuer
(5) Gerechte Verteilung der Nebenkosten zur Vermeidung von späterem Streit
(6) Ermittlung des #richtigen# Abfindungsbetrages für die weichenden Kinder
(7) Beerdigung und Grabpflege

Die Referenten haben langjährige Berufserfahrung in dieser Materie und werden im Rahmen einer Power-Point-Präsentation die wichtigen Eckpunkte erläutern. Es besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen.

Hinweis:
(s. Warburg 110501) Vortrag: Klare Fronten im Erbrecht - Fälle, Fallen und Faustregeln
(s. Borgentreich 310501) Vortrag: Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung
(s. Peckelsheim 410715) Vortrag: Die Rentenfalle - Altersarmut ist weiblich!

Mittwoch, 22.11., 19:30-21:00 Uhr; Willebadessen, Grundschule; 1x; 2,00 UE; 5,00€

In Zusammenarbeit mit der Benediktinerinnen-Abtei vom Heiligen Kreuz Herstelle: Besinnungstag "GOTTES WORT ist wie Licht in der Nacht..."

Kursnummer: V210902
Dozent: Sr. Angela Gamon

So heißt es in einem zeitgenössischen Lied. Wir wollen dieser Aussage nachgehen und solche Worte suchen.
Dazu schauen wir miteinander sowohl in die Bibel als auch in unser je eigenes Leben und entdecken, was trägt.

Der Tag ist eingebettet in die klösterliche Tagesstruktur:

10.00 - 12.00 Uhr: 1. Arbeitseinheit
12.00 Uhr:               Läutet es zum Gebet mit den Schwestern (Kirche)
12.30 Uhr:               Mittagessen (im Gästehaus)
                                    stille Zeit
ab 14.00 Uhr:         Kaffee
15.15 - 17.00 Uhr: 2. Arbeitseinheit

Wer an der Gebetszeit um 18.00 Uhr (Vesper) teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen.
Für das Mittagessen und Kaffee fallen 13,00 # an.
Dieser Betrag ist in der Teilnahmegebühr nicht enthalten und vor Ort zu entrichten.

Nähere Informationen zum Kloster unter www.abtei-herstelle.de

Samstag, 25.11., 10:00-17:00 Uhr; Kloster Herstelle; 1x; 8,00 UE; 19,00€
Anmeldeschluss: 8.11.!
Teilnehmerzahl: mind. 10 / max. 15

In Zusammenarbeit mit der Sternwarte Bad Driburg: Vortrag: Skyfall - Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt

Kursnummer: V211102
Dozent: Horst Thiel

In den meisten Fällen leuchten die himmlischen Geschosse als Sternschnuppen auf, die lautlos über das Firmament gleiten und bei deren Erscheinen der Volksmund sagt, man solle sich etwas wünschen. Das wird etwas schwierig, wenn Sternschnuppenschauer sechzig oder mehr Meteore pro Stunde liefern oder gar für ein richtiges Feuerwerk sorgen.
Kleinere Einschläge gibt es auch in unserer Region immer wieder. In der Nähe von Peckelsheim, Bartntrup und Ramsdorf (Kreis Borken) kam es bereits zu den kosmischen Treffern.
Gewaltiges Aufsehen erregen Satellitenteile, die in der Lufthülle verglühen, wie die Sojus-Raketenstufe am Heiligabend 2011 über Deutschland, oder gar auf dem Erdboden aufschlagen.
Nach der Planetariumsshow besteht die Gelegenheit, Meteoriten aus der Sammlung des Referenten in die Hand zu nehmen; denn meist findet man diese Urmaterie aus dem Weltall nur wohlverwahrt als Schaustücke hinter Glas.

Mittwoch, 29.11., 18:30-20:00 Uhr; Cordt-Holstein-Haus; 1x; 2,00 UE; 5,00€
Teilnehmerzahl: mind. 10 / max. 30
Um Voranmeldung wird gebeten.
Die Gebühr gilt pro Familie (max. zwei Erwachsene mit 2 Kindern; jedes weitere Familienmitglied zahlt die Hälfte)!